Was Kunden wollen Teil 1 – Die Wahrheit

Du bist Designer, stehst vielleicht noch am Anfang Deiner Karriere und Dein erster Kunde ist da. Hurra! Er möchte ein Logo von Dir und eine kleine Website, eine Visitenkarte und einen Briefbogen – naja, und vielleicht noch einen Flyer. Du schäumst über vor Glück und bietest ihm das alles für 490,- Euro plus Märchensteuer an. Sollte ja relativ schnell gehen und der Kunde ist auch furchtbar nett und verständnisvoll.

Nach einem ersten Gespräch schmeisst Du Dich so richtig rein, arbeitest drei Nächte durch, wanderst mit Deinen Skizzen, Entwürfen und vielleicht ersten am Computer entworfenen Ideen zum Kunden – und er mag nichts von dem, was Du gemacht hast und schaut etwas enttäuscht. Vielleicht hätte er doch keinen Frischling nehmen sollen…

Was nun?
Wenn man aus der Hochschule kommt, hat man allerlei Vorstellungen von unserem Beruf – aber zumindest eine ganze Menge Feuer. Was Du nicht weisst: der Kunde interessiert sich nicht dafür!
Er möchte nur, dass seine Vorstellungen erfüllt werden. Das hört sich jetzt ziemlich ernüchternd an und kann einen jungen Heissporn recht schnell abkühlen, aber auf den zweiten Blick ist es natürlich auch verständlich.
Wenn Du Deine sauer verdienten Kröten auf zum Beispiel ein Schokoladeneis verwendest, möchtest Du ein Superdupa-Schoki-Eis haben, ob die Bedienung bei der Zubereitung Spass hatte und mit dem Ergebnis zufrieden ist, spielt keine Rolle für Dich.

Anders ausgedrückt: In erster Linie geht es darum, den Kunden zufrieden zu stellen. Ob Du als Designer dabei Spass hast und krassgeile Referenzen produzierst, ist zweitrangig (zumindest für Deinen Kunden – und von dem wirst Du schließlich bezahlt).

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